7. August 2017

Liebe findet uns von J.P. Monninger

(Copyright: Ullstein Verlag)

Erschienen im Juli 2017 ist J.P. Monningers Werk „Liebe findet uns“ im Ullstein Taschenbuch Verlag. Auf 416 Seiten erzählt er die ruhige Reise von Heather.

Bevor das Leben sie gänzlich für sich einnehmen kann, reist Heather mit ihren beiden Freundinnen Amy und Constance durch Europa. Alles erleben und dann Karriere machen, so plant Heather schon seit Jahren. Doch mit Jack, der ihr ein anderes Leben zeigen will, hatte sie niemals gerechnet …

J.P. Monningererzählt seine Liebesgeschichte sehr ruhig und poetisch, doch bekommt Heathers Handlung dadurch eine gewisse Länge.
Heather ist unsere Protagonistin. Die sonst so organisierte und zukunftsplanende junge Frau, begegnet im Zug nach Amsterdam ihrem Schicksal.
Jack zeigt ihr die Welt mit seinen Augen. Der offenherzige Mann kann gar nicht anders, als offen alles anzusprechen.

Was lustig beginnt, wird im weiteren Verlauf extrem Nerv tötend, denn Jack redet manchmal irgendwelchen Quatsch zusammen, was so gar nicht in die Szenen passte.
Damit beginnt auch das Hin und Her zwischen den Figuren. Heather versteht man in diesen Situationen gänzlich, weiß sie doch auch nicht, wie sie ihm nehmen soll.
Durch das Tagebuch seines Großvaters merkt man, woher Jack seinen Drang zum frei sein hat. Dieser reiste nach dem Zweiten Weltkrieg viel umher, anstatt in die Heimat zurückzukehren.
So nimmt Jack den gleichen Weg, um seinen geliebten Großvaternahe zu sein.

Auch unsere Heather beginnt sich danach zu sehnen, erfährt man doch wie gefangen sie sich Zuhause fühlt. Nie kann sie den Eltern etwas recht machen, egal wie gut sie in der Schule war, oder wie weit sie es auf ihrer Arbeit bringt. Das lässt sie dem Leser näherkommen, ist sie sonst so weit weg.
J.P. Monninger versucht eine einzigartige Liebesgeschichte zu erzählen,dennoch können durch seine stichpunktartigen Ausführungen die Gefühle nicht richtigtransportiert werden.
Dennoch leidet man mit Heather, in gewissen Situationen, extrem mit und versteht den Schmerz. Doch, wenn Jack dazukommt, ändert sich die gesamte Gefühlslage.
Mich konnte der Autor leider nicht gänzlich abholen und unterhalten. Auch hatte ich einen langen Atem bis zum Ende der Geschichte gebraucht.

„Liebe findet uns“ ist ruhig, poetisch und leider ziemlich langatmig!





Kommentare:

Romantic Bookfan hat gesagt…

HI Conny,

ich kann deine Kritikpunkte verstehen, mich hat Jacks sprunghafte Art nicht ganz so gestört wie dich, vor allem im Hinblick auf die Erläuterung am Ende. Ein paar Seiten weniger wären aber manchmal nicht verkehrt gewesen.

Liebe Grüße
Desiree

dieSeitenfluesterer- unserBuchblog hat gesagt…

@Desiree: Ja, am Ende versteht man es, aber dazwischen war wirklich zuviel Text *lol* LG, Conny